So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie Ihr Startkapital ein, falls Sie schon Geld anlegen können.
- Geben Sie die Monatliche Sparrate ein, die Sie regelmäßig beiseitelegen.
- Wählen Sie den Jahreszins, die Anzahl der Jahre und die Zinsperiode, also wie oft Zinsen gutgeschrieben werden.
- Lesen Sie Endkapital, Einzahlungen gesamt und Zinsertrag ab und prüfen Sie die Tabelle Jahr für Jahr.
Wie der Zinseszins funktioniert
Beim Zinseszins werden gutgeschriebene Zinsen im nächsten Zeitraum selbst wieder verzinst. Dadurch wächst das Kapital nicht linear, sondern exponentiell: Je länger die Laufzeit, desto stärker der Effekt.
K = S · (1 + p/m)^(m·t) + R · ((1 + p/12)^(12·t) − 1) / (p/12)- K = Endkapital nach t Jahren
- S = Startkapital
- R = monatliche Sparrate (hier bei monatlicher Zinsperiode)
- p = Jahreszins in Dezimalform (5 % = 0,05)
- m = Anzahl der Zinsperioden pro Jahr, t = Laufzeit in Jahren
Der Rechner verzinst Ihr Startkapital mit der gewählten Zinsperiode und addiert jeden Monat Ihre Sparrate, die ab dann ebenfalls mitverzinst wird.
Beispiel: 10.000 € und 200 € im Monat bei 5 %
Mit 10.000 € Startkapital, 200 € Sparrate, 5 % Zins und monatlicher Verzinsung haben Sie nach 20 Jahren 109.333,14 €. Eingezahlt haben Sie nur 58.000,00 €, der Zinsertrag beträgt 51.333,14 €. Der effektive Jahreszins liegt wegen der monatlichen Verzinsung bei 5,12 %.
Nach 30 Jahren sind es 211.129,17 € bei 82.000 € Einzahlungen, also 129.129,17 € Zinsen. Bei 3 % Zins statt 5 % werden aus 20 Jahren nur 83.867,95 €. Mit 300 € Sparrate steigt das Ergebnis nach 20 Jahren auf 150.436,50 €.
Was das Ergebnis aussagt
Die Laufzeit hat meist mehr Wirkung als die Höhe der Rate: Zehn zusätzliche Jahre im Beispiel verdoppeln das Endkapital fast. Wer früh beginnt, braucht für dasselbe Ziel eine kleinere Sparrate.
Ein gleichbleibender Zins ist eine Annahme. Bei Aktien oder ETFs schwankt die Rendite stark und lässt sich nicht garantieren. Wie sich Preissteigerung auf die Kaufkraft auswirkt, zeigt der Inflationsrechner. Ein konkretes Zielkapital planen Sie im Sparziel-Rechner.
Rechnen Sie das Ergebnis gedanklich in zwei Teile: Einzahlungen und Zinsertrag. Im Beispiel mit 20 Jahren machen die Zinsen fast die Hälfte des Endkapitals aus, nach 30 Jahren sogar mehr als die Hälfte. Genau dieser wachsende Anteil ist der Zinseszins-Effekt, und er zeigt, warum ein früher Beginn wichtiger sein kann als eine hohe Rate.
Probieren Sie verschiedene Zinssätze aus, um die Spanne zu sehen, die realistisch ist. Rechnen Sie lieber mit vorsichtigen Annahmen als mit Höchstwerten, und passen Sie die Rate an, wenn sich Ihr Einkommen verändert.
Wie Sie mehr aus dem Zinseszins machen
- Früh anfangen und regelmäßig sparen, am besten per Dauerauftrag direkt nach dem Gehaltseingang.
- Kosten niedrig halten: Gebühren mindern die Rendite jedes Jahr.
- Zinsen und Erträge im Depot wieder anlegen, statt sie auszugeben.
- Die Sparrate bei Gehaltserhöhungen anpassen.
- Steuern beachten: Kapitalerträge werden in der Regel besteuert, wobei ein Sparer-Pauschbetrag Erträge bis zu einer Grenze freistellt.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner nimmt einen festen Zinssatz, gleichbleibende Monatsraten und keine Entnahmen an. Steuern auf Erträge, Gebühren, Inflation und Wertschwankungen sind nicht eingerechnet, die tatsächliche Rendite wird deshalb meist niedriger ausfallen. Das Ergebnis ist ein Rechenbeispiel, keine Prognose.
Bei konkreten Anlageentscheidungen helfen unabhängige Beratung und die Produktinformationen der Anbieter.
Häufige Fragen
Was ist der Zinseszins-Effekt?
Zinsen werden dem Kapital zugeschlagen und im nächsten Zeitraum mitverzinst. Das lässt das Vermögen mit der Zeit immer schneller wachsen.
Wie viel habe ich nach 20 Jahren bei 200 € Sparrate?
Bei 5 % Zins, monatlicher Verzinsung und 10.000 € Startkapital sind es rund 109.333 €. Ohne Startkapital und mit anderem Zins fällt das Ergebnis anders aus.
Warum ist der effektive Jahreszins höher als der angegebene Zins?
Wenn Zinsen mehrmals pro Jahr gutgeschrieben werden, verzinsen sie sich schon innerhalb des Jahres. Bei 5 % monatlich ergeben sich 5,12 % im Jahr.
Kann ich mit dem Rechner auch ETF-Sparpläne berechnen?
Als Rechenbeispiel ja, wenn Sie eine angenommene Jahresrendite eintragen. Reale ETF-Renditen schwanken und sind nicht garantiert.
Was macht mehr aus, Rate oder Laufzeit?
Meist die Laufzeit. Eine höhere Rate hilft, aber zehn zusätzliche Jahre wirken wegen des Zinseszinses stärker.