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Freelancer-Stundensatz-Rechner

Welchen Stundensatz müssen Sie verlangen, um netto auf Ihr Wunscheinkommen zu kommen? Der Rechner berücksichtigt Kosten, Steuern und unbezahlte Zeit.

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Benötigter Stundensatz79,75 €
Benötigter Stundensatz79,75 €
Benötigter Jahresumsatz
91.714 €
Abrechenbare Stunden pro Jahr
1.150
Tagessatz (8 Stunden)
638,01 €
Monatliches Umsatzziel
7.642,86 €
  • Nettoeinkommen60.000 €65,4%
  • Steuer25.714 €28%
  • Betriebskosten6.000,00 €6,5%

So nutzen Sie den Rechner

  1. Tragen Sie bei Jahreseinkommen-Ziel Ihr Wunscheinkommen pro Jahr nach Steuern und Abgaben ein.
  2. Geben Sie die Betriebskosten pro Jahr und den Anteil für Steuern und Sozialabgaben in Prozent ein.
  3. Setzen Sie Abrechenbare Stunden pro Woche und Urlaubswochen pro Jahr (Urlaub, Krankheit, Feiertage) an.
  4. Lesen Sie Benötigter Stundensatz, Tagessatz (8 Stunden) und Monatliches Umsatzziel ab.

Warum der Stundensatz höher sein muss, als man denkt

Als Selbstständiger rechnen Sie nicht nur 40 Stunden pro Woche ab. Akquise, Buchhaltung, Weiterbildung und Leerlauf sind unbezahlt, dazu kommen Urlaub und Krankheit. Von den 2.000 Stunden eines Jahres bleiben oft nur 1.000 bis 1.300 abrechenbar.

Satz = (Wunscheinkommen / (1 − Steuersatz) + Kosten) / abrechenbare Stunden
  • Wunscheinkommen = gewünschtes Einkommen nach Steuern und Abgaben
  • Steuersatz = Anteil für Steuern und Sozialabgaben (30 % = 0,30)
  • Kosten = Betriebskosten pro Jahr
  • Stunden = abrechenbare Stunden pro Woche · (52 − Wochen ohne Arbeit)

Außerdem müssen Sie Betriebskosten, Steuern, Kranken-, Pflege- und Altersvorsorge selbst tragen. Der Rechner startet beim Wunscheinkommen, addiert Steuern und Kosten und teilt durch die abrechenbaren Stunden.

Beispiel: 60.000 € netto Wunscheinkommen

Mit 6.000 € Betriebskosten, 30 % für Steuern und Abgaben, 25 abrechenbaren Stunden pro Woche und 6 Wochen frei sind das 1.150 abrechenbare Stunden. Der nötige Jahresumsatz beträgt 91.714,29 €, der Monatsumsatz 7.642,86 €. Daraus folgt ein Stundensatz von 79,75 €, ein Tagessatz bei 8 Stunden von 638,01 €.

Schaffen Sie 30 abrechenbare Stunden pro Woche, genügen 66,46 € pro Stunde (531,68 € am Tag). Der Umsatz bleibt gleich, aber Sie arbeiten mehr abrechenbare Zeit.

So nutzen Sie das Ergebnis

Der Wert ist Ihr Mindestsatz, nicht Ihr Wunschpreis. Vergleichen Sie ihn mit den Sätzen in Ihrer Branche und passen Sie Angebote an Wert und Risiko an. Rechnen Sie auch in Projektpreisen: Ein Festpreis kann sich lohnen, wenn Sie schneller arbeiten als geplant.

Wie ein Angestelltengehalt in Stundenlohn aussieht, zeigt der Stundenlohn-Gehalt-Rechner. Wie Sie den Notgroschen für schwankende Einnahmen planen, zeigt der Notgroschen-Rechner.

Typische Fehler

  • Brutto- und Nettowunsch vermischen und den Steueranteil vergessen.
  • Alle 40 Wochenstunden als abrechenbar annehmen.
  • Krankenversicherung, Altersvorsorge und Rücklagen nicht einplanen.
  • Preise nie erhöhen, obwohl Kosten und Erfahrung steigen.

Preis, Wert und Verhandlung

Ihr Mindestsatz ist die Untergrenze. Der tatsächliche Preis hängt vom Nutzen für den Kunden ab. Ein Projekt, das dem Kunden 50.000 € spart, rechtfertigt einen höheren Satz als eine Routinearbeit. Staffeln Sie daher Sätze nach Art der Leistung.

Rechnen Sie auch Rabatte ein. Wenn Sie Stammkunden 10 % Nachlass geben, müssen Sie Ihren Listenpreis höher ansetzen. Prüfen Sie Ihre Sätze einmal im Jahr und erhöhen Sie sie mindestens um die Inflation, damit Ihr reales Einkommen nicht schrumpft.

Weitere Posten für Ihre Kalkulation

  • Krankenversicherung und Pflegeversicherung, die Sie als Selbstständiger meist selbst zahlen.
  • Altersvorsorge, da keine automatischen Beiträge abgeführt werden.
  • Rücklage für Steuernachzahlungen und für Auftragsflauten.
  • Unbezahlte Zeit für Akquise, Angebote, Buchhaltung und Weiterbildung.
  • Berufshaftpflicht und andere Versicherungen, die in den Betriebskosten stehen sollten.

Annahmen und Grenzen

Der Rechner nimmt einen festen Prozentsatz für Steuern und Abgaben an. In Wirklichkeit hängen sie von Gewinn, Rechtsform, Umsatzsteuerstatus und persönlicher Situation ab. Umsatzsteuer auf Rechnungen ist nicht enthalten. Lassen Sie sich von Steuerberatung und Versicherungsberatung ein genaues Bild geben.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Stundensatz als Freelancer?

Addieren Sie Wunscheinkommen vor Steuern und Betriebskosten und teilen Sie durch die tatsächlich abrechenbaren Stunden im Jahr.

Wie viele Stunden kann ich abrechnen?

Meist deutlich weniger als die Arbeitszeit. Im Beispiel sind es 25 Stunden pro Woche bei 46 Arbeitswochen.

Warum ist der Tagessatz hier nicht Stundensatz mal 8?

Er ist es: 79,75 € mal 8 ergibt 638,01 €. Maßgeblich bleibt, dass Sie nicht jeden Tag abrechnen können.

Ist die Umsatzsteuer enthalten?

Nein. Der Satz ist netto, die Umsatzsteuer kommt auf die Rechnung dazu, sofern Sie umsatzsteuerpflichtig sind.

Quellen und weiterführende Links

Zuletzt geprüft am 10. Oktober 2026 · So rechnen wir