So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie den Kaufpreis und bei Eigenkapital / Anzahlung den Anteil in Prozent des Preises ein.
- Geben Sie die Kaufnebenkosten in Prozent des Preises ein (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler).
- Ergänzen Sie bei Bereits gespart, was Sie schon gespart haben, bei Monatlich sparbar, wie viel Sie pro Monat sparen können, und bei Zinsen auf das Erspartes, welchen Zins Sie bekommen.
- Lesen Sie Benötigtes Bargeld, Darlehensbetrag und Zeit bis zum Ziel ab.
Was beim Eigenkapital zählt
Banken erwarten bei einer Baufinanzierung, dass Sie nicht nur einen Teil des Kaufpreises, sondern auch die Kaufnebenkosten möglichst aus eigenen Mitteln zahlen. Der Rechner trennt deshalb die Anzahlung vom Kaufpreis und die Nebenkosten und addiert beides zum nötigen Bargeld.
Bargeld = Kaufpreis · (Eigenkapital % + Nebenkosten %) ÷ 100- Kaufpreis = Preis der Immobilie
- Eigenkapital % = Anteil am Kaufpreis, den Sie selbst zahlen
- Nebenkosten % = Kaufnebenkosten in Prozent des Preises
- Darlehen = Kaufpreis − Eigenkapitalanteil in Euro
Die Sparzeit ergibt sich aus der Lücke zwischen Ziel und Startkapital. Dabei wachsen Ersparnisse und monatliche Sparraten mit dem Zins, den Sie eingeben.
Beispiel: 400.000 € Kaufpreis
Mit 20 % Eigenkapital (80.000 €) und 10 % Nebenkosten (40.000 €) brauchen Sie insgesamt 120.000 € Bargeld. Das Darlehen beträgt 320.000 €. Haben Sie 40.000 € gespart und legen jeden Monat 1.000 € zur Seite (Zins 2,5 %), fehlen noch 80.000 €, und Sie erreichen das Ziel in etwa 69 Monaten.
Mit nur 10 % Eigenkapital sinkt der Bedarf auf 80.000 €, das Ziel ist nach 36 Monaten erreicht, doch das Darlehen steigt auf 360.000 €. Eine höhere Finanzierung bedeutet höhere Zinsen und meist einen Zinsaufschlag.
Wie Sie das Ergebnis nutzen
Prüfen Sie, ob Sie lieber länger sparen und weniger leihen oder früher kaufen und höher finanzieren. Wie sich die Darlehenshöhe auf die Rate auswirkt, sehen Sie im Baufinanzierung-Rechner, welcher Kaufpreis zu Ihrem Einkommen passt, im Rechner für den leistbaren Hauspreis.
Behalten Sie eine Reserve für Umzug, Möbel und Reparaturen. Wenn Sie das gesamte Erspartes einsetzen, bleibt beim ersten Defekt nichts zum Reagieren. Wie groß ein sinnvoller Puffer ist, zeigt der Notgroschen-Rechner.
Wie Sie schneller ans Ziel kommen
- Erhöhen Sie die Sparrate automatisch, sobald das Einkommen steigt.
- Prüfen Sie, ob Förderprogramme oder zinsgünstige Darlehen für Ihr Vorhaben infrage kommen, und zählen Sie sie nur mit, wenn die Zusage vorliegt.
- Vergleichen Sie die Nebenkosten: Der Anteil der Grunderwerbsteuer hängt vom Bundesland ab, ein Makler ist nicht immer im Spiel.
- Kalkulieren Sie mit einem realistischen Zins; hoch verzinste Tagesgeld- oder Festgeldangebote sind oft befristet.
- Senken Sie laufende Kosten, damit die Sparrate dauerhaft durchgehalten werden kann.
Annahmen und Grenzen
Die Berechnung geht von einer gleichbleibenden Sparrate, einem festen Zins auf das Erspartes und einem unveränderten Kaufpreis aus. Steigende Immobilienpreise verlängern die Sparzeit, fallende verkürzen sie.
Steuern auf Zinserträge, Gebühren und die Frage, wie viel Eigenkapital Ihre Bank konkret verlangt, sind nicht enthalten. Das hängt von Einkommen, Objekt und Bank ab und sollte im Gespräch mit der Bank geklärt werden.
Häufige Fragen
Wie viel Eigenkapital sollte man für einen Hauskauf haben?
Häufig wird als Richtgröße rund ein Fünftel des Kaufpreises plus die Kaufnebenkosten genannt. Welche Quote Ihre Bank verlangt, hängt von Einkommen, Objekt und Zinsniveau ab.
Gehören Kaufnebenkosten zum Eigenkapital?
Sie müssen bezahlt werden, zählen aber nicht zum Kaufpreis. Viele Banken wünschen, dass sie aus eigenen Mitteln gedeckt sind.
Kann ich auch ohne Eigenkapital finanzieren?
Eine Vollfinanzierung ist möglich, aber meist mit höherem Zins und strengerer Bonitätsprüfung verbunden und riskanter bei Wertschwankungen.
Zählt die Verwandtenhilfe oder Erbschaft als Eigenkapital?
Ja, wenn das Geld wirklich zur Verfügung steht. Geschenkte Beträge sollten Sie der Bank belegen.