So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie den Umsatz ein, auf den Provision gezahlt wird.
- Geben Sie den Provisionssatz in Prozent und das Grundgehalt (Fixum) ein.
- Setzen Sie unter Provision ab einem Umsatz von die Schwelle ein, ab der die Provision beginnt (0, wenn ab dem ersten Euro).
- Lesen Sie Provision, Gesamtverdienst und den Provisionsanteil am Gesamtverdienst ab.
Wie die Provision berechnet wird
Die Provision ist ein Prozentsatz vom Umsatz. Häufig gibt es zusätzlich ein Fixum, das unabhängig vom Erfolg gezahlt wird. In vielen Modellen beginnt die Provision erst ab einer Schwelle: Nur der Umsatz darüber wird vergütet.
Provision = max(0, Umsatz − Schwelle) · Satz; Gesamt = Fixum + Provision- Umsatz = Umsatz in der Abrechnungsperiode
- Schwelle = Umsatz, ab dem die Provision beginnt
- Satz = Provisionssatz als Bruchteil (3 % = 0,03)
- Fixum = feste Vergütung in derselben Periode
Der Rechner zieht die Schwelle vom Umsatz ab, multipliziert den Rest mit dem Satz und addiert das Fixum. Der effektive Satz zeigt, wie viel Provision Sie bezogen auf den gesamten Umsatz bekommen.
Beispiel: 80.000 € Umsatz bei 3 %
Bei 3 % ab dem ersten Euro ergibt sich eine Provision von 2.400 €. Mit 2.500 € Fixum liegt der Gesamtverdienst bei 4.900 €, davon sind 48,98 % Provision. Der effektive Satz auf den Umsatz beträgt 3 %.
Beginnt die Provision erst ab 50.000 € Umsatz, sind es nur 900 €. Der Gesamtverdienst sinkt auf 3.400 €, der Provisionsanteil auf 26,47 % und der effektive Satz auf 1,13 %. Schwellen verändern das Ergebnis stärker, als man erwartet.
Provisionsmodelle richtig einschätzen
Vergleichen Sie Angebote nicht nur nach dem Satz, sondern nach dem Gesamtverdienst bei realistischem Umsatz. Ein hoher Satz mit hoher Schwelle kann weniger bringen als ein niedriger Satz ohne Schwelle. Prüfen Sie auch, wann die Provision fällig wird und was bei Stornos oder Rückbuchungen passiert.
Für Handelsvertreter regelt das Handelsgesetzbuch den Provisionsanspruch. Wenn Sie als Angestellter Provision erhalten, steht sie im Arbeitsvertrag. Rechnen Sie das Ergebnis auch in einen Stundenlohn um, etwa mit dem Stundenlohn-Gehalt-Rechner, und prüfen Sie mit dem Gehaltserhöhung-Rechner, wie Änderungen wirken.
Tipps
- Planen Sie schwankende Einnahmen mit einem Puffer und einem konservativen Umsatz.
- Fragen Sie nach Staffelungen, Obergrenzen (Caps) und Rückforderungen.
- Dokumentieren Sie Ihre Abschlüsse, damit die Abrechnung nachprüfbar ist.
- Rücklagen für Steuern und Sozialabgaben nicht vergessen.
Provision im Vergleich
Stellen Sie sich zwei Angebote vor: 2.000 € Fixum plus 5 % ab 40.000 € Umsatz oder 3.000 € Fixum plus 2 % ab dem ersten Euro. Bei 80.000 € Umsatz bringt das erste 4.000 € und das zweite 4.600 €. Bei 100.000 € Umsatz dreht sich das Verhältnis. Rechnen Sie mit Ihrem realistischen Umsatz, nicht mit dem Idealfall.
Achten Sie auch auf die Abrechnung: Wird die Provision bei Auftragseingang, Rechnungsstellung oder erst bei Zahlungseingang fällig? Das verschiebt Ihr Einkommen zeitlich und beeinflusst Ihre Liquidität.
Checkliste vor der Vertragsunterschrift
- Wann wird die Provision fällig: bei Abschluss, bei Rechnung oder bei Zahlungseingang?
- Was passiert bei Storno, Widerruf oder Zahlungsausfall des Kunden?
- Gibt es eine Obergrenze oder gestaffelte Sätze für höhere Umsätze?
- Wer bekommt die Provision bei geteilten Kunden oder Gebietsüberschneidungen?
- Wie transparent ist die Abrechnung, und können Sie sie prüfen?
- Gilt das Modell auch bei Urlaub, Krankheit oder Elternzeit?
Annahmen und Grenzen
Der Rechner kennt einen einzigen Satz und eine Schwelle. Gestaffelte Sätze, Boni, Obergrenzen, Stornohaftung, Steuern und Sozialabgaben sind nicht berücksichtigt. Die Beträge sind brutto. Maßgeblich ist immer Ihr Vertrag.
Häufige Fragen
Wie berechne ich Provision?
Multiplizieren Sie den provisionspflichtigen Umsatz mit dem Provisionssatz. Ein Fixum kommt dazu.
Was ist ein Fixum?
Ein fester Grundbetrag, der unabhängig vom Umsatz gezahlt wird.
Was bedeutet eine Umsatzschwelle?
Die Provision wird erst für den Umsatz gezahlt, der über der Schwelle liegt.
Sind die Beträge brutto oder netto?
Brutto. Steuern und Abgaben müssen Sie zusätzlich berücksichtigen.