So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie den Abzinsungssatz in Prozent ein, die Mindestrendite, die Sie verlangen.
- Geben Sie die Zahlungsströme (Jahr 0, 1, 2 …) durch Kommas getrennt ein; der erste Wert ist die Anfangsinvestition, meist negativ.
- Lesen Sie den Kapitalwert (NPV) ab: Ein positiver Wert spricht für das Projekt.
- Vergleichen Sie Interner Zinsfuß, Abgezinste Amortisation und Rentabilitätsindex.
Was der Kapitalwert zeigt
Ein Euro in der Zukunft ist weniger wert als ein Euro heute, weil Sie Geld sonst anlegen könnten. Die Kapitalwertmethode zinst jede künftige Zahlung mit dem Kalkulationszins auf heute ab und addiert alle Werte. Ist die Summe positiv, übertrifft das Projekt Ihre geforderte Rendite.
NPV = Σ Z_t ÷ (1 + r)^t- Z_t = Zahlungsstrom im Jahr t (Jahr 0 ist die Investition)
- r = Kalkulationszins als Dezimalzahl
- t = Jahr
Der Kalkulationszins spiegelt die Alternative, die Sie aufgeben, plus ein Risikoaufschlag. Je höher er ist, desto kleiner der Kapitalwert.
Beispiel: 50.000 € Investition mit fünf Rückflüssen
Die Zahlungen betragen −50.000, 12.000, 15.000, 18.000, 20.000 und 15.000 €. Bei 6 % Kalkulationszins liegt der Kapitalwert bei 16.834,59 €, der Rentabilitätsindex bei 1,34 und die abgezinste Amortisation bei 3,64 Jahren. Der interne Zinsfuß beträgt 16,97 %.
Bei 12 % sinkt der Kapitalwert auf 6.706 €, der Index auf 1,13 und die Amortisation steigt auf 4,21 Jahre. Das Projekt bleibt auch bei höherem Zins vorteilhaft, doch der Abstand wird kleiner.
Zum Verständnis: Die Rückflüsse in Jahr 1 bis 5 summieren sich auf 80.000 €, also 30.000 € mehr als die Investition. Zinst man sie mit 6 % ab, bleiben davon 16.834,59 € Kapitalwert übrig. Der Unterschied zeigt, wie viel an Wert die Zeit kostet: Je später ein Rückfluss kommt, desto weniger zählt er.
So entscheiden Sie
Ein positiver Kapitalwert bedeutet, dass das Projekt Wert schafft. Bei mehreren Alternativen wählen Sie in der Regel die mit dem höchsten Kapitalwert, bei knappem Kapital zusätzlich den höheren Rentabilitätsindex. Vergleichen Sie auch die Rendite mit dem Interner-Zinsfuß-Rechner und die Kostenseite mit dem ROI-Rechner.
Die Methode lässt sich auch privat nutzen, zum Beispiel für die Frage, ob sich eine energetische Sanierung rechnet. Den Gegenwert einzelner Beträge zeigt der Barwert-Rechner.
Bei Entscheidungen im privaten Umfeld lohnt der Vergleich mit einer sicheren Alternative. Würde dasselbe Geld im Festgeld mit 3 % mehr oder weniger bringen? Der Kalkulationszins ist genau diese Messlatte, und je riskanter das Projekt, desto höher sollte sie liegen.
Häufige Fehler
Gehen Sie zur Sicherheit mehrere Szenarien durch. Senken Sie die Rückflüsse um 20 % und erhöhen Sie den Zins, um zu sehen, ob das Ergebnis robust bleibt. Ein Projekt, das nur im besten Fall vorteilhaft ist, trägt ein hohes Risiko.
- Einen zu niedrigen Kalkulationszins ansetzen: Das macht jedes Projekt besser, als es ist.
- Zu optimistische Zahlungsströme schätzen.
- Die Anfangsinvestition als positive Zahl eingeben.
- Steuern, Inflation und Restwerte nicht berücksichtigen.
- Nur auf den Kapitalwert schauen, nicht auf das Risiko und die Dauer.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner nimmt feste jährliche Perioden und einen konstanten Kalkulationszins an. Reinvestitionsannahmen, Steuern, Inflation und unsichere Zahlungen sind nicht enthalten. Der interne Zinsfuß ist nur bei normalen Zahlungsreihen eindeutig.
Behandeln Sie das Ergebnis als Entscheidungshilfe und prüfen Sie es mit schlechteren Annahmen.
Häufige Fragen
Was bedeutet ein positiver Kapitalwert?
Das Projekt erzielt mehr als der Kalkulationszins verlangt und erhöht den Wert Ihres Vermögens.
Welchen Kalkulationszins soll ich wählen?
Die Rendite der besten Alternative plus einen Risikoaufschlag. Testen Sie mehrere Werte.
Was ist der Rentabilitätsindex?
Barwert der Rückflüsse geteilt durch die Anfangsinvestition. Werte über 1 sind vorteilhaft.
Was ist die abgezinste Amortisation?
Die Zeit, bis die abgezinsten Rückflüsse die Investition ausgleichen.